Neue Perspektiven für die Regensburger Altstadt
Wie könnte sich die Regensburger Altstadt weiterentwickeln? Vorher-Nachher-Bilder von wichtigen Straßen und Plätzen im Herzen der Altstadt geben einen Einblick in geplante Veränderungen und Projekte im Rahmen der Verkehrsberuhigung Altstadt. Bitte wählen Sie ein Beispiel:
Am Brixener Hof

Am Brixener Hof, Schäffnerstraße und Drei-Kronen-Gasse - Neue Qualitäten im Welterbe schaffen
Denkmalgeschützt und UNESCO - Welterbe: Am Brixener Hof, Schäffnerstraße und Drei-Kronen-Gasse liegen im historischen Herzen Regensburgs, im denkmalgeschützten Teil der Regensburger Altstadt und sind Teil des UNESCO-Welterbes sowie des Sanierungsgebiets „Zentrale Fußgängerzone". Die Straßen sind aktuell stark versiegelt, dienen teilweise als Parkfläche und fungieren als wichtige Fußgängerverbindungen – geprägt von Geschichte, begrenztem Raum und vielfältigen Anforderungen. Lange waren sie vor allem ein Ort des Durchgangs und des Parkens – Raum zum Verweilen gab es kaum. Wie lassen sich solche Gassen klimaresilient und lebendig gestalten?
Arnulfsplatz

Arnulfsplatz - Vom Verkehrsknoten zum urbanen Treffpunkt
Ein Ort mit großem Potenzial wird neu gedacht: Der Arnulfsplatz ist ein wichtiger Verknüpfungspunkt für Busse, Theater, Einkauf und Alltag – doch bisher fehlte ihm Atmosphäre. Durch neue Pflanzinseln entsteht eine Zonierung, die Orientierung gibt und Schatten bietet. Sitzgelegenheiten – auch ohne Konsumzwang – laden zum Bleiben ein. Barrierefreie Haltestellen, neue Wegebeziehungen und Platz für Gastronomie und Radverkehr schaffen einen echten Stadtplatz – auch dort, wo einst nur Verkehr war. Ein Zukunftsmodell für multifunktionale Stadträume: verkehrlich relevant und dennoch menschlich gestaltet. Der Arnulfsplatz liegt im denkmalgeschützten Ensemble der Regensburger Altstadt, das 2006 zum UNESCO-Welterbe erhoben wurde. Er befindet sich im westlichen Teil der Altstadt und fungiert als wichtiger städtebaulicher Knotenpunkt zwischen der zentralen und westlichen Altstadt. Der Platz ist eine zentrale Haltestelle für den öffentlichen Personennahverkehr und verbindet mehrere Buslinien. Zudem spielt er eine wesentliche Rolle für den Individualverkehr, insbesondere durch das Parkhaus Arnulfsplatz. Um den Platz herum befinden sich wichtige kulturelle Einrichtungen, Einzelhandelsgeschäfte sowie Restaurants und Cafés, die den täglichen Bedarf decken und das Viertel lebendig machen. Trotz seiner bedeutenden Lage und Funktion weist der Arnulfsplatz jedoch erhebliche Mängel auf. Der Platz ist nahezu vollständig versiegelt, was ihm eine geringe Aufenthaltsqualität verleiht. Die dominierenden Verkehrseinrichtungen und die Zergliederung der Fläche durch unterschiedliche Materialien beeinträchtigen das städtebauliche Erscheinungsbild und die Nutzungsmöglichkeiten des Raums. Die Erlebbarkeit des Platzraumes ist durch die starke Zergliederung der Bodenfläche mit verschiedenen Materialien und einer Vielzahl verkehrstechnischer Elemente stark beeinträchtigt.
Drei-Kronen-Gasse

Am Brixener Hof, Schäffnerstraße und Drei-Kronen-Gasse - Neue Qualitäten im Welterbe schaffen
Denkmalgeschützt und UNESCO - Welterbe: Am Brixener Hof, Schäffnerstraße und Drei-Kronen-Gasse liegen im historischen Herzen Regensburgs, im denkmalgeschützten Teil der Regensburger Altstadt und sind Teil des UNESCO-Welterbes sowie des Sanierungsgebiets „Zentrale Fußgängerzone". Die Straßen sind aktuell stark versiegelt, dienen teilweise als Parkfläche und fungieren als wichtige Fußgängerverbindungen – geprägt von Geschichte, begrenztem Raum und vielfältigen Anforderungen. Lange waren sie vor allem ein Ort des Durchgangs und des Parkens – Raum zum Verweilen gab es kaum. Wie lassen sich solche Gassen klimaresilient und lebendig gestalten?
Emmeramsplatz

Emmeramsplatz - Platz für Menschen, Klima und Gemeinschaft
Ein historisch bedeutsamer Ort wird zum Herzstück des Quartiers: Wo früher der ruhende Verkehr dominierte, entsteht ein grüner Altstadtpark mit hoher Aufenthaltsqualität – flexibel nutzbar, offen für Begegnung. Eine zentrale Grünfläche, großzügige Baumpflanzungen und eine Wasserinstallation verbinden Identität mit Abkühlung und Erholung. Auch der Vorplatz zur St.-Emmeram-Kirche wird sensibel gestaltet. Dank durchdachter Entsiegelung, Regenwassermanagement und inklusiver Planung entsteht ein Ort für heute – und ein Modell für die Stadt von morgen. Ein grüner Freiraum, der Klimaanpassung, Teilhabe und Altstadtleben vereint. Der Emmeramsplatz liegt in der südlichen Altstadt, nördlich des Schlosses St. Emmeram, im Sanierungsgebiet „Westlich der Bachgasse". Der Platz wird aktuell von ruhendem Verkehr und überdimensionierten Verkehrsflächen dominiert, was ihn unattraktiv für Aufenthalte macht. Die fehlende einheitliche Gestaltung und der steigende Nutzungsdruck durch die Umnutzung benachbarter Gebäude erhöhen den Handlungsbedarf.
Alter Kornmarkt

Alter Kornmarkt - Geschichte erfahrbar machen – mit Zukunft im Blick
Die Potenzialanalyse wurde im Rahmen des Förderprojekts Klimaanpassung in Regensburg (KlaR) angefertigt und fasst die zuvor erstellte Mikroklimasimulation, Denkmalschutzanalyse und Thermalbefliegung zusammen. Die Analyse zeigt, wo Klimaanpassungsmaßnahmen grundsätzlich wichtig sind, um die Aufenthaltsqualität auf dem Platz, v.a. in Hitzesituationen zu verbessern. Gleichzeitig zeigt sie, wo Handlungsbeschränkungen vorliegen. Durch die starke Anfälligkeit für sommerliche Überhitzung besteht auf dem Alten Kornmarkt hoher Bedarf für Anpassungsmaßnahmen. Eine großflächige Bepflanzung oder Entsiegelung ist aber aufgrund der wechselnden Nutzungsansprüche durch den Markt und die notwendigen Verkehrsflächen sowie die freizuhaltenden Sichtkegel und -achsen auf die historischen Bauten schwierig. Im nördlichen und südlichen Teil des zentralen Bereiches sowie an der nördlichen Platzseite gibt es Bereiche, in denen Eingriffe denkbar sind und zu einer Verbesserung der Nutzbarkeit und Erlebbarkeit des Stadtraumes und zur Aufenthaltsqualität beitragen können. Dies sind in erster Linie Bereiche, die: -> nicht durch Verkehrsflächen belegt werden; -> keine Sichtbeschränkung für die wichtigen Sichtkegel auf historische Fassaden; -> und stadträumliche Durchblicke erzeugen; -> und in denen die Markt- und sonstigen temporären Freiraumnutzungen nicht ihren Schwerpunkt haben.
Obermünsterstraße und Platz

Obermünsterstraße und Platz - Vom Verkehrsraum zum Stadtquartier
Ein Quartier mit Geschichte erwacht zu neuem Leben: Lange war dieser Raum vom Kfz-Verkehr dominiert – funktional, aber wenig einladend. Nun wird er zurückgewonnen: für Menschen, für das Klima, für mehr Miteinander. Das neue „Multifunktionsband" bietet Platz für Außengastronomie, Spielangebote und Grünflächen. Der neugestaltete Brunnenplatz mit Solitärbäumen am Obermünsterplatz sowie der neue Spielbach „Vitus" in der Obermünsterstraße schlagen eine Brücke zur Geschichte des Ortes – und wirken zugleich positiv auf das Stadtklima. Ein besonderes Augenmerk galt dem Bürgerdialog: Anwohner wurden aktiv beteiligt, ihre Ideen sind direkt in die Planung und Gestaltung eingeflossen. Ein Stadtteil im Wandel – mit Respekt für das Bestehende und Offenheit für das Neue.
Obermünsterstraße

Obermünsterstraße und Platz - Vom Verkehrsraum zum Stadtquartier
Ein Quartier mit Geschichte erwacht zu neuem Leben: Lange war dieser Raum vom Kfz-Verkehr dominiert – funktional, aber wenig einladend. Nun wird er zurückgewonnen: für Menschen, für das Klima, für mehr Miteinander. Das neue „Multifunktionsband" bietet Platz für Außengastronomie, Spielangebote und Grünflächen. Der neugestaltete Brunnenplatz mit Solitärbäumen am Obermünsterplatz sowie der neue Spielbach „Vitus" in der Obermünsterstraße schlagen eine Brücke zur Geschichte des Ortes – und wirken zugleich positiv auf das Stadtklima. Ein besonderes Augenmerk galt dem Bürgerdialog: Anwohner wurden aktiv beteiligt, ihre Ideen sind direkt in die Planung und Gestaltung eingeflossen. Ein Stadtteil im Wandel – mit Respekt für das Bestehende und Offenheit für das Neue.
Stadtamhof

Stadtamhof – Mehr Leben, mehr Grün, mehr Geschichte
Ein historisches Quartier zeigt, wie Stadtentwicklung mit Feingefühl gelingt: Stadtamhof ist einzigartig: verwoben mit Geschichte, belebt vom Markt, durchzogen von Sichtachsen auf den Dom. Bisher war der Raum jedoch stark vom Verkehr geprägt. Mit neuen Multifunktionsflächen entstehen Spielzonen, konsumfreie Sitzbereiche und grüne Inseln. Die Struktur wird aufgebrochen – für mehr Vielfalt, mehr Aufenthaltsqualität, mehr Sichtbarkeit des historischen Umfelds. Ein Vorzeigeprojekt für sensible Altstadtgestaltung: lebendig, klimagerecht und identitätsstiftend. Seit dem Bau des Europakanals in den 1970er Jahren ist der Stadtteil von allen Seiten von Donauarmen umgeben und gehört zusammen mit der Regensburger Altstadt seit 2006 zum UNESCO-Welterbe. Die einzige direkte Verbindung zwischen dem Stadtbezirk Stadtamhof und der Regensburger Altstadt stellt die Steinerne Brücke dar, die die beiden Arme der Donau überquert. Seit 1997 ist die Brücke jedoch ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer zugänglich. Aktuell gibt es in der Erschließungsstraße Parkmöglichkeiten, darunter ein Stellplatz für Menschen mit Behinderung, Stellplätze für Motorräder, drei Taxistände und 34 freie Parkplätze. Mittwochs findet auf der westlichen Straßenseite der wöchentliche Markt statt. An diesem Tag müssen die gastronomischen Betriebe entlang der Straße Protzenweiher ihre Freisitze räumen, um Platz für den Markt zu schaffen.
Thundorferstraße

Thundorferstraße - Mobilität trifft Stadtqualität
Eine Straße wird neu gedacht – für mehr Sicherheit, Klimaschutz und Lebensqualität: Die Thundorferstraße war lange ein verkehrsdominiertes Nadelöhr. Mit der Neugestaltung gelingt der Spagat zwischen Mobilitätswende und Altstadtsensibilität: Ein neuer, baulich getrennter Radweg schafft eine sichere Verbindung, während Grünakzente das Mikroklima verbessern. Barrierefreie Bushaltestellen, klar strukturierte Lieferzonen und neue Aufenthaltsbereiche machen die Straße zu einem urbanen Raum für alle. Ein gelungener Umbau, der zeigt: Mobilität und Aufenthaltsqualität sind keine Gegensätze – sie ergänzen sich. Die Thundorferstraße verläuft am nordöstlichen Rand der zentralen Altstadt entlang des „Marc-Aurel-Ufers" südlich der Donau. Sie befindet sich im denkmalgeschützten Ensemble, das 2006 zum UNESCO-Welterbe erhoben wurde, und zieht sich von der Weiße-Hahnen-Gasse bis zum St.-Georgen-Platz. Aktuell wird die Straße von ruhendem Verkehr geprägt, mit insgesamt 42 Parkplätzen, darunter 15 für Anwohner, 2 für Menschen mit Behinderung, 23 öffentliche Stellplätze, 2 für Busse und 2 für Motorräder. Die Thundorferstraße ist eine voll versiegelte Anliegerstraße, in der der Gehweg aus Betonsteinen besteht und die Straße asphaltiert ist. Der motorisierte Individualverkehr (MIV) wird als Einbahnstraße in Richtung Osten geführt, während in Richtung Westen eine Umweltspur für Busse existiert. Es gibt zwei Bushaltestellen, die derzeit nicht barrierefrei sind. Für die Zukunft ist eine Veränderung der Thundorferstraße vorgesehen. Zunächst sollen die nördlichen Stellplätze entfallen, um Platz für einen getrennten Radweg in Richtung Westen zu schaffen. Zudem ist der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen geplant, ebenso wie die Schaffung von Lieferzonen und Parkplätzen für Motorräder.
Weinmarkt

Am Weinmarkt - Grüner Stadtbaustein mit Weitblick
Hier entsteht ein Knotenpunkt, der Mobilität, Klima und Stadtbild verbindet: Der Bereich am Weinmarkt befindet sich am nordwestlichen Rand der zentralen Altstadt und liegt südlich der Donau am Eisernen Steg. Er verläuft zwischen der Keplerstraße und der Holzländestraße. Der südliche Weinmarkt ist geprägt durch die beengte Bushaltestellensituation nordöstlich der St.-Oswald-Kirche und den Stellplätzen entlang der Straße. Entsiegelte und begrünte Bereiche im Sinne der Klimaresilienz, barrierefreie Zugänge zur Bushaltestelle oder Aufenthaltsmöglichkeiten finden sich keine. Mit dem Umbau der Bushaltestelle beginnt ein städtebaulicher Wandel. Die neue Haltestelle wird nicht nur barrierefrei, sondern Teil eines durchdachten Gesamtkonzepts: Bäume, punktuelle Begrünung und neue Sichtachsen verbinden die Donau, die Altstadt und das kulturelle Umfeld. Sorgfältig gesetzte Grüninseln setzen städtebauliche Akzente und heben historische Gebäude subtil hervor. Ein Ort, der zeigt: Funktionalität und Gestaltung schließen sich nicht aus – im Gegenteil, sie verstärken einander.